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  Über 100 Jahre Firma Westphal in Pegau  
 
 
 
 
     
   
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 Firmenchronik
 
 
1900 gegründet von
  Hermann Westphal
   
1936 1. Nachfolger
  Albin Westphal
   
1936 2. Nachfolger
  Kurt Westphal
   
1968 3. Nachfolger
  Bernd Westphal
   
1999 4. Nachfolger
  Annett Westphal und Kathrin Becker-Westphal
 
     
  Der Gründer der Firma Westphal, Hermann Westphal, mit seiner zweiten Frau Martha im Jahre 1920. Er kam in den 1890er Jahren als Schmiedegeselle auf der Wanderschaft aus Vettin bei Neuruppin nach Pegau und fand eine Anstellung bei dem Pegauer Schmiedemeister Großmann.

Am 1. Oktober 1900 übernahm er die Schmiede zur Pacht. Er arbeitete mit Hufbeschlag und Wagenbau vor allem für die Landwirtschaft und hat 12-15 Mitarbeiter. Die Familie lebt in großem Kreis mit Verwandten und Personal auf dem Anwesen Carsdorfer Straße 1, zu dem eine landwirtschaftliche Fläche von 750 a gehört.

1911 kauft Hermann Westphal das Grundstück mit Wohnhaus und Schmiedewerkstatt.
Im Mai 1928 heiratet Kurt Westphal Anna Hilda Kunze. Das Paar bekommt vier Söhne und eine Tochter. Kurt Westphal macht sich 1934 in Auligk als Schmiedemeister selbständig.
 
 Die ersten Jahre

Die Westphals halten auch in den wirtschaftlich schwierigen Zeiten zusammen und der Familienbetrieb entwickelt sich durch den Einsatz aller weiterhin gut. Ihre große landwirtschaftliche Fläche am Haus macht sie weitgehend zu Selbstversorgern. Für eine Nachfolge ist gesorgt. Die drei Söhne Hermann Westphals - Karl, Kurt und Albin - erlernen das Schmiedehandwerk.
Die Entscheidungen in der Boden- und Industriereform 1945 und 1946 treffen auch Pegaus Grundbesitzer und Industrielle. Die Großbauern aus den Dörfern um Pegau verlieren ihren gesamten Grundbesitz und verlassen das Land.
Der Volksentscheid vom 30. Juni 1946 enteignet viele Industrielle aus Pegau und Umgebung. Die Fabrikanten verlassen fast ausnahmslos Pegau und bauen sich im Westen Deutschlands eine zweite Existenz auf.

Unter diesen politischen Umständen kann Kurt Westphal am 1. Oktober 1950 des 50-jährigen Firmenjubiläums nur still und durch Überkleben des alten Gründungsblattes von 1900 gedenken.
 
 Die nächste Generation

Am 30. Dezember des Jahres 1935 stirbt Hermann Westphal und sein Sohn Albin Westphal übernimmt die Werkstatt. Bereits ein halbes Jahr später verunglückt Albin Westphal tödlich mit dem Motorrad.

Sein Bruder Kurt Westphal gibt seine Werkstatt in Auligk auf und übernimmt die väterliche Schmiede in Pegau im Jahre 1936 in der 2. Generation.
 
 Veränderungen

Die Westphals halten an ihrer Tradition fest, sie setzen alles daran, ein Familienbetrieb zu bleiben. 1957 beginnt Bernd Westphal seine Lehre im väterlichen Betrieb, die er 1960 beendet. Seine Brüder Helmut und Klaus werden ebenfalls im elterlichen Betrieb ausgebildet. Die Schwester Erika ist nach einer Ausbildung auf der Handelsschule für den buchhalterischen Teil der Firma zuständig.

Von 1960 bis 1963 holt Bernd Westphal die mittlere Reife nach. Er arbeitet vor allem für das Volkseigene Gut, führt dort die Wartung der Maschinenparks und die Generalreparaturen der landwirtschaftlichen Maschinen durch.

Ab 1963 beginnt Bernd Westphal den Betrieb des Vaters umzubauen und erweitert ihn 1965 durch den Anbau einer neuen Werkstatt mit einer Größe von 110 m2.

1965 erhält die Firma Aufträge für die Leipziger Messe. Sie baut Stahlkonstruktionen für Messestände, Bühnen und Podeste sowie Ausstellungspavillons.

Hinzu kommt Industriestahlbau für die Chemie z. B. Kranbauten in Heizhäusern für die Kohleversorgung.
Ein weiterer Bereich ist die Produktion für die DEWAG.

Die Firma Westphal stellt alle Arten von Werbeträgern her sowie Hochkojen, die als Verhandlungsräume für die Außenhandelsunternehmen auf den Messen dienen. Die Firma arbeitet dafür auf Messen in Düsseldorf, Hannover, Köln, Frankfurt, Linz, Zürich, Bukarest, Coventry, Genf, Birmingham, London und Paris.
Im Mai 1966 legt Bernd Westphal die Meisterprüfung ab und hat großes Glück, denn er ist einer der letzten, der noch in Borna in die Handwerkerrolle eingetragen wird.
1966 wird der Werkstatthof in einer Größe von 200 qm überdacht und in den Jahren 1968/69 entsteht ein neues Bürogebäude mit Zuschnittraum für Stahlprofile im Erdgeschoss.
Am 1. Januar 1968 übernimmt Bernd Westphal den väterlichen Betrieb. Kurt Westphal arbeitet noch bis in die frühen 70er Jahre mit, soweit es seine Gesundheit zulässt.

Im Juni 1968 heiratet Bernd Westphal seine Frau Roswitha. Ihre Töchter Kathrin und Annett kommen 1972 und 1974 zur Welt. Die Westphals leben mit den Eltern in einer traditionellen Handwerkerfamilie. Frau Westphal kann sowohl im Betrieb mitarbeiten als auch die Kinder versorgen und den großen Haushalt führen.
Die Mitarbeit von Frau Roswitha Westphal in der Firma erfolgt unter der DDR–Klassifizierung `mithelfende Ehefrau´. Frau Westphal erledigt den gesamten buchhalterischen und finanziellen Teil der Firma sowie den Einkauf.
Bernd Westphal will auch unter den politischen Bedingungen seiner Zeit unbedingt selbständiger Handwerker bleiben. Die Familie versucht, sich wirtschaftlich einen möglichst autonomen Bereich zu schaffen.

Ab 1971 spielt die Reparatur der landwirtschaftlichen Maschinen keine Rolle mehr.
Bernd Westphal qualifiziert sich zunehmend im Bereich des Stahlbaus. Bei den Weltfestspielen in Berlin baut die Firma Tribünen und Präsentationskonstruktionen.
Seit 1971/72 ist sie zugelassener Stahlbaubetrieb nach DDR-Standard, ein Stahlbau- und Schweißbetrieb. Die Firma Westphal errichtet Neubauten und Werkstatthallen für die Pegauer Filzfabrik, die PGH Fleischer „Vorwärts", die Pegauer Schlossfabrik und für viele Kunden aus dem Handwerk.
Im Jahre 1972 trifft eine zweite Enteignungswelle Kleinbetriebe, die bisher der Enteignung entgangen sind. Am 17. April 1972 beginnt diese zweite Welle der Überführung der Privatwirtschaft in Staatseigentum. Die Firma Westphal entkam knapp der Verstaatlichung der PGH's und produzierenden handwerklichen Betriebe, sie rettet sich durch Diversifikation.
 
 75 Jahre

Am 1. Oktober 1975 ist 75-jähriges Geschäftsjubiläum der Firma Westphal. Die Feier darf zu damaligen Zeiten nicht publik werden. Druck und Text der Einladung der Gäste muss vom Rat des Kreises genehmigt werden. Niemand von der Handwerkskammer kommt. Der Betrieb beschäftigt damals 9 bis 10 Mitarbeiter und bildet kontinuierlich Lehrlinge aus. Einige der ehemaligen Lehrlinge arbeiten heute noch in der Firma. Der Firmenwagen ist z. B. lange Zeit ein LKW aus Rumänien mit 1,5 t Nutzlast. Anschließend fahren sie einen LO 3000, ein Armeefahrzeug mit 3 t Nutzlast. Neu aufgebaut und selber gespritzt ist er bis zur Wende im Einsatz.

Viele DDR-Bürger gingen einer Feierabendtätigkeit nach. Der komplette Werkstattanbau und -umbau wird auf diese Weise in die Tat umgesetzt. 1980 wird eine überdachte Kranbahn mit über 250 qm Nutzfläche erbaut. Bis zu 5 t schwere Stahlkonstruktionen können jetzt erstellt werden.
 
 Kompetenz aus Tradition

An der Tradition des Firmenbetriebes halten die Westphals weiter fest. Beide Töchter sind schon zu DDR-Zeiten in den Betrieb einbezogen und machen nach der Wende spezifische Berufsausbildungen. Kathrin Westphal beginnt im September 1988 eine Lehre als Industriekauffrau im damaligen VEB technische Filze Wurzen, Werk Pegau, die sie im
Mai 1990 mit Auszeichnung beendet. Annett wird Metallbauerin. Vor der Wende kommt die Expansion der Firma endgültig zum Stillstand. Die maschinen-technische Entwicklung stagniert wegen auch durch Tausch nicht mehr zu kompensierender Materialprobleme. Für 1990 ist die nächste Industriereform angekündigt.

Die Öffnung des Brandenburger Tores am 9. 11. 1989 wird als symbolischer Höhepunkt der in den letzten Wochen vorangegangenen politischen Aktivitäten bezeichnet. Am 13.November wird eine neue DDR - Regierung unter Hans Modrow gebildet. Am 20. September
wird der Einigungsvertrag von beiden Parlamenten gebilligt und am
3. Oktober 1990 erfolgt der offizielle Beitritt der DDR zur BRD.

Bernd Westphal nimmt sofort nach der Wende Kontakte zu Stahlbaubetrieben im Westen auf und ist im Mai 1990 Mitgründer des Stahlbauverbandes Ost. Mit allem ihm jetzt zur Verfügung stehenden fachlichen und marktorientierten Informationen des
Stahlbauverbandes konzipiert er sein Unternehmen.

Der Handwerksbetrieb baut in den Jahren 1993/1994 Gewerbehallen und Autohäuser und kann sich nach der Wende zunehmend einen stabilen Kundenkreis aufbauen und sein Firmenprofil erweitern und ausbauen.

Kathrin Westphal erweitert ihre Ausbildung in Hannover und kann zehn gleichaltrige Pegauer für diese Idee begeistern. Sie arbeitet von September 1990 bis August 1992 bei der Handwerkskammer Hannover und absolviert gleichzeitig ein Abendstudium als "Betriebswirtin des Handwerks". 1998 schloss sie im Abendstudium an der Industrie- und
Handelskammer in Leipzig eine Ausbildung zur Bilanzbuchhalterin ab.

Heute arbeiten im Unternehmen Fachingenieure, Meister und Facharbeiter. Sie planen, fertigen und montieren alle Komponenten für den anspruchsvollen schlüsselfertigen Stahlhallen- und Geschossbau sowie den Industrieanlagenbau. Besondere Sorgfalt wird auf die Ausbildung der Lehrlinge gelegt.

Annett Westphal war schon als Kind ein echter "Stahlbauer". Überaus technisch interessiert und begabt hat sie gerne und viel Zeit bei ihrem Vater in der Werkstatt verbracht. Späne, Rost, Dreck und Schmiere haben dabei nicht gestört. Alles, was man zusammenschrauben
kann, ist faszinierend. Es war immer klar, dass diese Tochter einmal richtig handwerklich in den Betrieb einsteigt. Nach ihrem Schulabschluss beginnt sie dann im September 1990 eine Lehre als Metallbauerin im väterlichen Betrieb, die sie im Februar 1994 beendet.
Vom September 1994 bis zum Oktober 1995 macht sie einen Lehrgang zur Fachkauffrau für die Handwerkswirtschaft. Vom Januar bis November 1997 folgt der Besuch der Bundesfachschule Metallhandwerk in Roßwein/Sachsen. Annett Westphal ist nach einem Jahr Meister des Metallbauerhandwerks als einzige Frau im ganzen Lehrgang. Im
November/Dezember 1997 belegt sie einen Kursus zum „Europäischen Schweißfachmann" in der schweißtechnischen Lehranstalt in Großenhain bei Dresden.

Am 1.1.1998 feiert Herr Westphal seine 30-jährige Selbständigkeit als Handwerksmeister.

Am 1.1.1999 erhält das Unternehmen eine neue Gesellschafterstruktur. Unter einer Mitbeteiligung von Annett Westphal und Gottfried Schmeißer wird der Betrieb in eine GmbH & Co. KG umgegründet.

Im Jahr 2000 erwirbt Annett Westphal das nachbarliche Grundstück ein ehemaliges Kinogebäude.

Annett Westphal wird im April 2004 neben ihrem Vater Bernd Westphal zur Geschäftsführerin ernannt.

Westphal ist ein Spezialist für den schlüsselfertigen Hallenbau, den individuellen Stahl- und Metallbau sowie den Fassadenbau aus Alucobond. Das moderne Unternehmen führt Aufträge mit hohem technischem Anspruch aus und garantiert gleichzeitig seinen Kunden
individuelle, flexible, kundennahe und persönliche Betreuung.

2006 festigt Firma Westphal seine Position und profiliert sich zunehmend als Partner der chemischen Industrie, Großaufträge werden erfolgreich abgewickelt.

Im Jahr 2007 werden erste Planungsentwürfe für das im Jahr 2000 von Annett Westphal erworbenem Grundstück entworfen.

Im September 2008 wird mit den Sanierungs- und Umbauarbeiten unter der persönlichen Projektleitung von Bernd Westphal begonnen. Das ehemalige Kinogebäude wird zum Verwaltungsgebäude umgebaut. Ein Teil des Kinosaales wird zum Kleinteillager umfunktioniert.

Im September 2009 bezieht Westphal das moderne Verwaltungsgebäude, welches sich auch farblich im neuen Design präsentiert und in die Zukunft weist.
 
 
 
 
 
100 Jahre
Firma Westphal in Pegau Eine Regionalgeschichte
Im Jahr 2000 feierte das Unternehmen Westphal sein 100jähriges Bestehen.
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